Achtung: Sie verwenden einen sehr alten Browser! Die Webseite sollte trotzdem funktionieren, aber mit einem neueren Browser wäre alles übersichtlicher und schöner!
Banner-Bild: Ditact Teilnehmerinnen

Kurs Online: Doing Digital Humanities

Einführung in Grundlagen und Methoden der digitalen Geisteswissenschaften
Lina Maria Zangerl
Katharina Zeppezauer-Wachauer

Lina Maria Zangerl MA, MA (LIS), Mag. Dr. Katharina Zeppezauer-Wachauer MA

An der Schnittstelle von Geisteswissenschaften und Informatik hat sich das neue Feld der Digital Humanities (DH) etabliert: Studiengänge, neu gegründete Professuren, internationale Konferenzen – wie die digital humanities austria 2018 an der Universität Salzburg – und Publikationen revolutionieren herkömmliche Arbeitsweisen der Geisteswissenschaften. Die DH bieten neue Wege für etablierte Methoden und ermöglichen größere gesellschaftliche Teilhabe an geisteswissenschaftlicher Forschung, z.B. mittels Citizen Science.

Ziel des Kurses ist es, zunächst einen systematischen Überblick über das Forschungsfeld DH und seine Praktiken zu geben sowie im Anschluss gemeinsam einen DH-orientierten Lösungsansatz zu einer Forschungsfrage unter Einsatz der Methode “Design Thinking” zu erarbeiten. 

Folgende Inhalte werden im Kurs geboten:

  • Was versteht man unter Digital Humanities?
  • Für welche Forschungsfragen braucht man DH?
  • Was müssen Geisteswissenschaftlerinnen beim digitalen Arbeiten beachten?
  • Was unterscheidet das digitale vom analogen Arbeiten, wo können sich Synergien ergeben? (z.B. Distant Reading, Close Reading, Scalable Reading)
  • Welche Methoden und Praktiken haben sich im Fachdiskurs etabliert? (z.B. Semantic Web, Linked Open Data, TEI, SPARQL, Standoff Markup, Data Mining, Normdaten, Ontologien etc.)
  • Welche Ressourcen und Tools gibt es, was kann man damit machen? (z.B. GND, Wikidata, Transkribus, Oxygen, Protegé etc.)
  • Welche Beispielprojekte gibt es? (Tool- & Project-Gallery)
  • Welche neuen beruflichen Möglichkeiten bieten die DH?

Die Inhalte, Methoden und Tools werden wir an einem konkreten Beispiel erproben. Unter dem Motto “Doing Digital Humanities” erarbeiten wir gemeinsam eine Antwort auf die folgende Fragestellung: Wie kann der Beitrag von Frauen zur Geschichte und Entwicklung des Internets sichtbarer gemacht werden? In Kleingruppen stellen wir uns der Herausforderung, mittels DH einen Weg zu gestalten, wie ­verschiedene­ Nutzergruppen ­über die Rolle von Technikerinnen, Informatikerinnen und Informationswissenschaftlerinnen in der Entwicklung des Internet informiert werden können. Die Gruppen sammeln relevante Inhalte zum Thema und entwerfen anhand von Personas Charakteristika der potentiellen Nutzergruppen. Wir recherchieren die benötigten Ressourcen und wählen Methoden und Tools für die Präsentationsmöglichkeiten. Die besten Ideen der Kleingruppen werden dann praxisorientiert als Prototypen ausgestaltet. Die Ergebnisse werden im Plenum vorgestellt und wir geben gegenseitiges Feedback. Eine Reflexionsrunde über das Gelernte, die gemeinsame Arbeit und die Möglichkeiten der Anwendung von erarbeiteten Lösungsansätzen aus den DH auf eigene Fragestellungen schließt den Kurs ab.

Achtung: Auf Grund der aktuellen Situation findet dieser Kurs online statt!

Infos:

Voraussetzungen:

Dieser Kurs setzt keine Erfahrung in DH oder spezifische IT-Kenntnisse voraus. Gemeinsam lernen wir das Themenfeld, unterschiedliche Methoden und Tools kennen und erarbeiten ein konkretes Beispiel. Der Kurs ist für alle Studentinnen, interessierte Geisteswissenschaftlerinnen oder Quereinsteigerinnen (z.B. aus dem Bereich der Kultur- oder Gedächtnisinstitutionen) geeignet. Die Teilnehmerinnen lernen, wie sie Methoden auf eigene Forschung anwenden können.

Da dieser Kurs durch die aktuelle Situation online abgehalten wird, ist die Voraussetzung zur Teilnahme ein eigener Computer!

Geschlossene Veranstaltung

Nur für die angemeldeten Teilnehmerinnen

Veranstaltungsort:

Online