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Banner-Bild: Ditact Teilnehmerinnen

Vortrag Paradigmenwechsel in der IT

Wie agile Prinzipien und die aufkommende GoodLife-Perspektive die IT für Frauen attraktiver machen.
Ursula Maier-Rabler

Ass.Prof. Dr. Ursula Maier-Rabler

Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten gibt es Bemühungen, mehr Frauen für Berufe in der Technik und insbesondere in der IT/Informatik zu begeistern und zu qualifizieren. Dahinter stehen entweder Gleichberechtigungsmotive, um Frauen gute Karrierechancen in gut bezahlten Branchen zu ermöglichen oder schlichtweg arbeitspolitische Motive, weil mehr Technikerinnen und Informatikerinnen zur Verringerung des generellen Arbeitskräftemangels in diesen Bereichen beitragen könnten.

Dennoch, all diese Bemühungen gehen davon aus, dass Frauen grundsätzlich eher weniger an diesen Berufsperspektiven interessiert sind und sie deshalb entsprechend gefördert werden müssen. Dieser „Defizitansatz“ hat ausgedient. Frauen brauchen nicht „gefördert“ werden, Frauen muss man lediglich attraktive Bedingungen sowohl im IT Studium als auch am Arbeitsplatz bieten. Nicht „wie können Frauen fit für die IT gemacht werden“, sondern „wie können Unternehmen und IT-Studiengänge für Frauen fit gemacht werden“ muss das neue Ziel sein.

 

Der Vortrag beleuchtet diesen Paradigmenwechsel und diskutiert Prinzipien für gedeihliches Arbeiten in der Softwareentwicklung für Frauen UND Männer. Dazu zählen das Arbeiten in möglichst gemischten Teams (nicht nur geschlechtsspezifisch, aber auch unterschiedliche Altersgruppen, verschiedene Disziplinen, und auch international durchmischt) mit großer Offenheit für innovative und neue Wege.  Innerhalb dieser Teams sollte gleichberechtigt an dem gemeinsamen Ziel gearbeitet werden. Das Ergebnis der Arbeit gehört allen (collective ownership) und jedes Teammitglied hat einen gleichberechtigten Anteil daran. Das verlangt nach Wertschätzung und Anerkennung, beides Werte, die sowohl für Frauen UND Männer zu einer besseren Arbeitszufriedenheit führen.

 

Auch gesamtgesellschaftlich ist eine Abkehr der selbstausbeutenden, isolierten und sozial inkompetenten Nerd- oder Geek-Kultur zu beobachten. Auch junge Männer wollen so nicht arbeiten, Frauen sowieso nicht. Also führen frauenfreundliche Arbeitskulturen auch zu insgesamt zu einer Verbesserung der Arbeitswelt, und zwar nicht nur in der IT.

Jetzt gilt es nur noch, Universitäten und Unternehmen davon zu überzeugen.

Infos:

Voraussetzungen:

Dieser Vortrag richtet sich an alle TeilnehmerInnen der ditact aber auch an VertreterInnen von IT Unternehmen, Informatik- und IT-Studiengänge und generell an alle, denen ein höherer Frauenanteil in Technik und IT ein Anliegen ist.

Öffentliche Veranstaltung:

Publikum willkommen!

Kurs-Module:

Dieser Kurs ist teil folgender Kurs-Module:

Modul: Informatik Intensiv
Modul: Web