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Banner-Bild: Ditact Teilnehmerinnen
Sylvia Klein
Mag.
Sylvia Klein

 Technik hat mich immer schon fasziniert

Noch bevor ich Lesen und Schreiben konnte, war ich von den Berechnungen fasziniert, die mein Großvater für seine Spenglerei machen musste. Er produzierte Mechanikteile für Spinnereimaschinen. Stundenlang konnte ich neben seinem  Schreibtisch verharren und die vielen Zahlen aus seiner Feder fließen sehen.

Nach der Volksschule wollte ich in ein Naturwissenschaftliches Gymnasium und ab der Oberstufe an die HTL Linz. Doch das war nicht der Plan meiner Mutter. Ich musste in ein Wirtschaftskundliches Realgymnasium gehen. Das waren für mich acht lange, sehr lange Jahre mit Nähen, Kochen und ähnlich uninteressanten Gegenständen.

Zur Matura war ich großjährig und konnte selbst entscheiden, so immatrikulierte ich 1972 an der Technischen Hochschule (später TU) in Wien das Fach Informatik. Nach einem Jahr wechselte ich auf das Versuchsstudium Betriebsinformatik, da uns ca. 50 Studierenden gesagt wurde, dass der Markt maximal 5 bis 6 von uns brauchen wird. Nach 3 Jahren hatte ich den erfolgreichen Abschluss des Kurzstudium „Geprüfter Rechentechniker" und im Jahr 1976 das Magisterium für Betriebsinformatik.

Ich suchte fast ein Jahr lang einen passenden Job. Ein Schweizer Softwarehaus nahm mich letztendlich für deren Wiener Niederlassung auf. Davor gab es Stories, wie, dass ein Mitarbeiter von Siemens, der mich kannte und von meiner Bewerbung wusste, in der Kantine der Star  war, weil er die „Frau kannte, die sich für die EDV beworben hatte“. Ein anderes Unternehmen suchte monatelang nach einem Mann, der den Aufnahmetest besser machte als ich. Dieser hat zwar nicht meine Ausbildung, aber ...

Ob es heute noch so krass ist, weiß ich nicht, jedenfalls bin ich meiner Liebe zur Technik immer treu geblieben und war sehr oft die einzige Frau in Projektteams, wobei ich durchwegs aufgrund meiner fachlischen Qualifikation geachtet und geschätzt wurde. 

Irgendwann erfuhr ich auch, dass ich das Studium der Betriebsinformatik als erste Frau von Österreich abgeschlossen hatte. Ich hatte den Weg eingeschlagen aus reiner Interesse an der Welt der Computer und sah damals das Studium an der „Technik“ als einzige Möglichkeit dieses Wissen zu erwerben.

Nach dem Job als Programmiererin hatte ich die Chance eine der wenigen EDV-Leiterinnen von Wien und Niederösterreich zu werden, da ein Unternehmen schnell eine Neubesetzung dieser Position benötigte.

Seit 1985 bin ich Unternehmerin; in den ersten Jahren als IBM-Partnerin und mit einem Team von Programmierern und einer Programmiererin erstellten wir für verschiedenste Kundenunternehmen Individual-Programme für Buchhaltung, Lagerverwaltung, Brückenwaagendatentransfer zur Buchhaltung und vieles mehr.

In den letzten Jahren habe ich mich von der IT-Organisationsberatung für Großunternehmen weitgehend zurückgezogen, halte Wirtschaftstrainings und biete meine aktive Unterstützung engagierten JungunternehmerInnen und Startups beim Aufbau ihrer Unternehmen insbesondere in der Organisation und im Marketing.

Vieles kommt in der IT-Welt wieder, das schon einmal in ähnlicher Form da war, so erinnert mich die Cloud-Speicherung stark an die erste Zeit meiner Programmiertätigkeit auf den Großrechnern, auf denen alle Daten zentral gespeichert wurden. Und als EDV-Leiterin war ich Datenschutzverantwortliche des Unternehmens. Daran erinnern mich die heutigen neuen Gesetze.

 

Derzeit schreibe ich an einem Buch über unternehmerisches Denken und den Unterschied zwischen Selbstständigkeit und Unternehmertum.

Über diese Thematik will ich gerne im Rahmen der DITACT einen Workshop insbesondere für Studentinnen der Informatik halten und meine Erfahrungen, meine Sichtweise weitergeben.

  

Weitere Details finden sich auf meiner Website: https:/www.sylviaklein.cc  

 

zuletzt geändert: Aug 2019

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