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Banner-Bild: Ditact Teilnehmerinnen

Kurs Satellitenbilder und KI im humanitären Einsatz

Einfach einsteigen, praktisch ausprobieren und mitgestalten.
Kathrin Lunzner

Kathrin Lunzner

Nach starken Regenfällen treten Flüsse über ihre Ufer, Felder stehen unter Wasser, Straßen sind nur noch als schmale Linien erkennbar, Siedlungen wirken wie Inseln in einer weiten Wasserlandschaft. Vom Boden aus ist das Ausmaß einer Überschwemmung oft schwer zu erfassen. Aus dem All jedoch lassen Satelliten ein klares, flächendeckendes Bild der Situation entstehen. Weltweit treten Katastrophen unterschiedlichster Art auf, Überschwemmungen, Erdbeben, Stürme oder politische Konflikte. Gerade in humanitären Einsätzen in schwer zugänglichen Regionen mit wenig Infrastruktur, sind verlässliche Informationen daher unverzichtbar. Satellitenbilder helfen dabei, betroffene Gebiete systematisch zu erfassen. Sie liefern Entscheidungsgrundlagen mit denen Hilfsorganisationen Prioritäten setzen und Einsätze gezielt planen können.

Der erste Teil des Workshops bietet einen verständlichen Einstieg in die Arbeit mit Satellitenbildern und deren Anwendung im humanitären Kontext. Gemeinsam wird erkundet, welche Informationen sichtbar werden, wie einfache Analyseansätze funktionieren und wie digitale Werkzeuge Entscheidungsprozesse unterstützen können. Ein interaktiver Zugang erleichtert den Einstieg und zeigt Schritt für Schritt, wie aus Bilddaten nutzbare Informationen entstehen. Auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz wird betrachtet. Anhand anschaulicher Beispiele wird gezeigt, wie KI bei der Auswertung von Satellitenbildern unterstützen kann, gleichzeitig wird reflektiert, wo die Grenzen solcher Systeme liegen und warum Ergebnisse nicht unkritisch übernommen werden sollten.

Nach der interaktiven Einführung folgt der praktische zweite Teil des Workshops. Zunächst geht es darum, wo frei verfügbare Satellitenbilder zu finden sind und was sich damit machen lässt. Dafür wird mit Daten aus dem europäischen Erdbeobachtungsprogramm gearbeitet. Mit dem Copernicus Browser können eigene Beispielgebiete ausgewählt und Satellitenbilder betrachtet werden. Anhand eines konkreten Beispiels wird gezeigt, wie sich Überschwemmungsflächen sichtbar machen lassen. So entsteht ein erster, nachvollziehbarer Einblick in einfache Analyseschritte und in die Frage, wie aus Satellitenbildern konkrete Informationen gewonnen werden können. Damit Informationen aus Satellitenbildern praktisch für Hilfsorganisationen nutzbar werden, müssen erkennbare Strukturen wie Gebäude oder Straßen in digitale Karten übertragen werden. Genau hier setzt das Projekt Missing Maps an. Das internationale Gemeinschaftsprojekt nutzt Satellitenbilder als Grundlage, um bislang unzureichend erfasste Regionen in OpenStreetMap sichtbar zu machen. Im Workshop wird gezeigt, wie aus einem Satellitenbild Schritt für Schritt eine nutzbare Karte entsteht. Anschließend wird an einem realen Missing Maps-Projekt selbst kartiert. So wird unmittelbar erfahrbar, wie aus Satellitendaten konkrete Unterstützung für humanitäre Zwecke entstehen kann.

Der Workshop richtet sich an alle, die einen verständlichen und praxisnahen Zugang zu Satellitenbildern und ihren Anwendungen suchen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Am Ende steht nicht nur ein grundlegendes Verständnis für die Interpretation von Satellitenbildern und den Einsatz von KI, sondern auch die Erfahrung, wie digitale Technologien konkrete Handlungsmöglichkeiten eröffnen, bis hin zur eigenen Mitarbeit an Karten, die in humanitären Einsätzen genutzt werden.

Infos:

Voraussetzungen:

Für die Teilnahme an diesem Workshop sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Geschlossene Veranstaltung

Nur für die angemeldeten Teilnehmerinnen