Achtung: Sie verwenden einen sehr alten Browser! Die Webseite sollte trotzdem funktionieren, aber mit einem neueren Browser wäre alles übersichtlicher und schöner!
Banner-Bild: Ditact Teilnehmerinnen

Kurs Holistische Systemmodellierung

Modellierung als interdisziplinäre Sprache
Jennifer-Marieclaire Sturlese

Jennifer-Marieclaire Sturlese MSc (WU)

In interdisziplinären Arbeitsumfeldern scheitert Zusammenarbeit häufig nicht an fehlendem Fachwissen, sondern daran, dass unterschiedliche Disziplinen Komplexität auf jeweils eigene Weise denken, strukturieren und vermitteln. Diese Lehrveranstaltung setzt genau hier an und versteht Modellierung als eine gemeinsame visuelle und konzeptionelle Sprache, die Verständigung über fachliche, technische und organisatorische Grenzen hinweg ermöglicht.

Die Lehrveranstaltung vermittelt zentrale Konzepte aus den Bereichen Daten, Geschäftsprozesse und Informationssysteme. Die Studierenden lernen, wie Modelle als verbindendes Element zwischen unterschiedlichen Perspektiven dienen können und wie sie gezielt an verschiedene Zielgruppen und Fragestellungen angepasst werden.

Die Lehrinhalte:

- Datenmodellierung, einschließlich der Unterscheidung zwischen Daten, Informationen und Wissen, typischen Herausforderungen bei der Datenverarbeitung und der Rolle von Datenbanken bei der Organisation und Pflege von Daten. Die Studierenden erhalten einen Überblick über Datenbankmanagementsysteme (DBMS), relationale Datenbanken und die Grundidee der Structured Query Language (SQL), wobei der Schwerpunkt eher auf dem konzeptionellen Verständnis als auf der technischen Tiefe liegt. Die Datenmodellierung mit Hilfe von Entity-Relationship-Modellen (ERM) wird als Kommunikationsmittel von Datenanforderungen vorgestellt.

- Prozessmodellierung, einschließlich Prozessstrukturen. Die Studierenden befassen sich mit dem Lebenszyklus des Geschäftsprozessmanagements (BPM) und lernen, Prozesse mithilfe der Geschäftsprozessmodellierung und -notation (BPMN) zu modellieren, um ein gemeinsames Verständnis zwischen den Stakeholdern aus den Bereichen Wirtschaft, Technik und Management zu schaffen.

- Systemmodellierung und Requirements Engineering, einschließlich des Lebenszyklus von Informationssystemen, gängiger Entwicklungsprozessmodelle und der Rolle des Requirements Engineering bei der Umsetzung der Anforderungen der Stakeholder in Systemspezifikationen. Die Unified Modeling Language (UML) wird als standardisierte Modellierungssprache zur Darstellung der Systemstruktur und des Systemverhaltens vorgestellt.

Lehr- und Lernergebnisse: 

Am Ende des Kurses sind die Studierenden in der Lage: 

- zwischen Daten, Informationen und Wissen zu unterscheiden,

- die Rolle von Datenbanken und Datenmodellen bei der Kommunikation von Datenanforderungen zu verstehen,

- Datenstrukturen mit ERM zu modellieren,

- Geschäftsprozesse mit BPMN zu analysieren und zu modellieren,

- den Zweck des Requirements Engineering zu verstehen,

- grundlegende UML-Modelle zur Kommunikation von Systemanforderungen anzuwenden und

- Modellierungstechniken anzuwenden, um effektiv mit interdisziplinären Zielgruppen zu kommunizieren.

Infos:

Voraussetzungen:

Es sind keine IT-spezifischen Vorkenntnisse erforderlich. Zu Beginn der Lehrveranstaltung wird das vorhandene Wissen der Teilnehmenden mithilfe eines interaktiven Mentimeters erhoben. Auf dieser Basis werden Tiefe, Beispiele und Schwerpunkte der Lehrinhalte an den jeweiligen Hintergrund der Studierenden angepasst.

Zentrales Anliegen der Lehrveranstaltung ist es, Modellierung als Kommunikationsinstrument zwischen technischen und nicht-technischen Stakeholdern zu vermitteln. Die LV ist daher ausdrücklich für ein interdisziplinäres Publikum konzipiert. Die Teilnehmenden sind eingeladen, die vorgestellten Modellierungsansätze auf ihre eigenen fachlichen, beruflichen oder praktischen Kontexte zu übertragen.

Geschlossene Veranstaltung

Nur für die angemeldeten Teilnehmerinnen